Mit dem Sym­po­si­um „10 Jah­re BPiK – 10 Jah­re Stim­me der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten im Kran­ken­haus” hat der Bun­des­ver­band Pati­en­ten­für­spre­cher in Kran­ken­häu­sern e.V. am 29. März 2025 sein zehn­jäh­ri­ges Bestehen gefei­ert. Zahl­rei­che Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Pati­en­ten­für­spra­che, Poli­tik, Fach­ge­sell­schaf­ten, Kli­nik­lei­tun­gen und Koope­ra­ti­ons­part­ner­krei­sen kamen im Bert­hold Beitz Saal des Alfried Krupp Kran­ken­hau­ses in Essen zusam­men. Ein beson­de­rer Dank gilt dem Alfried Krupp Kran­ken­haus für die Orga­ni­sa­ti­on und Unter­stüt­zung bei die­sem Sym­po­si­um. Die Stadt Essen, Sitz des Ver­ban­des seit sei­ner Grün­dung, war durch Bür­ger­meis­ter Rudolf Jel­li­nek ver­tre­ten.

Rück­blick und Ein­ord­nung

Det­lef Schliff­ke, 1. Vor­sit­zen­der des BPiK, eröff­ne­te das Sym­po­si­um mit einem Gruß­wort. Dabei erin­ner­te er an zen­tra­le Weg­mar­ken wie die Grün­dung im Jahr 2015, den Auf­bau der Ver­net­zung mit Fach­in­sti­tu­tio­nen sowie die zuneh­men­de Ein­bin­dung der Pati­en­ten­für­spra­che in Qua­li­täts- und Sicher­heits­struk­tu­ren der Kran­ken­häu­ser.

Anschlie­ßend rich­te­ten meh­re­re Per­sön­lich­kei­ten aus Kli­nik, Poli­tik und Ver­bän­den ihre Gruß­wor­te an die Teil­neh­men­den. Dr. Michae­la Lemm, Geschäfts­füh­re­rin des gast­ge­ben­den Alfried Krupp Kran­ken­hau­ses, beton­te die Bedeu­tung des Aus­tauschs zwi­schen Kli­nik­struk­tu­ren und Pati­en­ten­ver­tre­tung – gera­de in einer Pha­se inten­si­ver Refor­men. Rudolf Jel­li­nek, Bür­ger­meis­ter der Stadt Essen, wür­dig­te die Rol­le des BPiK als fest in Essen ver­wur­zel­tem, zugleich bun­des­weit wir­ken­dem Ver­band.

Clau­dia Mid­den­dorf, Beauf­trag­te der Lan­des­re­gie­rung NRW für Men­schen mit Behin­de­rung sowie für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten, hob die lang­jäh­ri­ge und ver­läss­li­che Zusam­men­ar­beit mit dem BPiK her­vor – ins­be­son­de­re mit Blick auf die Ent­wick­lung gesetz­li­cher Rege­lun­gen in Nord­rhein-West­fa­len. Clau­dia Mid­den­dorf beglei­tet den Ver­band seit lan­gem und setz­te sich erfolg­reich für eine ver­bind­li­che gesetz­li­che Rege­lung der Pati­en­ten­für­spra­che auf Lan­des­ebe­ne ein – NRW gilt hier bun­des­weit als Vor­bild.

Joa­chim Oden­bach, Lei­ter der Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit der Deut­schen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft, über­brach­te die Grü­ße der DKG und unter­strich die Bedeu­tung der Pati­en­ten­für­spra­che als kon­struk­ti­ver Teil der Kran­ken­haus­ent­wick­lung. Er brach­te die Per­spek­ti­ve der Trä­ger­or­ga­ni­sa­tio­nen ein und beton­te die Not­wen­dig­keit, die Pati­en­ten­für­spra­che auch auf Ebe­ne der Kran­ken­haus­struk­tu­ren wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

Ein­drü­cke vom Sym­po­si­um “10 Jah­re BPiK” am 29. März 2025 im Alfried Krupp Kran­ken­haus

Kon­ti­nui­tät und Enga­ge­ment

Ein Ver­band lebt von sei­nen enga­gier­ten Mit­glie­dern – von Men­schen, die sich mit Sach­ver­stand, Ver­läss­lich­keit und Beharr­lich­keit für eine gemein­sa­me Sache ein­set­zen. Das Jubi­lä­ums­sym­po­si­um bot Gele­gen­heit, eini­ge die­ser den BPiK tra­gen­den Mit­glie­der beson­ders zu wür­di­gen.

Bir­git Hagen, Grün­dungs­mit­glied und seit zehn Jah­ren Schatz­meis­te­rin des BPiK, steht wie kaum eine ande­re für die admi­nis­tra­ti­ve Sta­bi­li­tät des Ver­ban­des. Ihre umsich­ti­ge und ver­läss­li­che Arbeit in allen Fra­gen der Finanz- und Ver­bands­ver­wal­tung bil­det das unver­zicht­ba­re Fun­da­ment, auf dem die pro­gram­ma­ti­sche Arbeit des BPiK erst mög­lich wird. Was bei öffent­li­chen Auf­trit­ten oft im Hin­ter­grund bleibt, ist in Wahr­heit der orga­ni­sa­to­ri­sche Kom­pass des Ver­ban­des – Bir­git Hagens sorg­fäl­ti­ge und vor­aus­schau­en­de Finanz­pla­nung hat den BPiK durch ein Jahr­zehnt geführt.

Heinz Loest, als Bei­sit­zer eben­falls Mit­glied des Vor­stands, wur­de für sei­nen Bei­trag zur inhalt­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung der Pati­en­ten­für­spra­che gewür­digt. Unter sei­ner Füh­rung wur­de die Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve auf den Weg gebracht, die heu­te bun­des­weit aner­kannt ist. In Koope­ra­ti­on mit dem Deut­schen Kran­ken­haus­in­sti­tut wur­de ein Fort­bil­dungs­an­ge­bot geschaf­fen, das die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der Für­spre­chen­den wesent­lich vor­an­bringt. Die ers­ten Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten konn­ten bereits im Novem­ber 2024 ihre Zer­ti­fi­ka­te ent­ge­gen­neh­men – ein bedeu­ten­der Mei­len­stein für die Qua­li­täts­si­che­rung in der Pati­en­ten­für­spra­che.

Zu den Gäs­ten des Sym­po­si­ums zähl­te auch BPiK-Bei­rats­mit­glied Heinz Wam­ser, Pati­en­ten­für­spre­cher am kbo Isar-Amper-Kli­ni­kum Haar bei Mün­chen. Er berich­te­te über sei­ne prak­ti­schen Erfah­run­gen aus Bay­ern, ins­be­son­de­re über das Pro­jekt zur Schwei­ge­pflich­tent­bin­dung, das inzwi­schen weit über die Lan­des­gren­zen hin­aus Auf­merk­sam­keit fin­det und zu enga­gier­ten Dis­kus­sio­nen wäh­rend des Sym­po­si­ums führ­te. Sein Ein­satz für eine recht­lich kla­re und pati­en­ten­ori­en­tier­te Für­spra­che im Kli­nik­all­tag wur­de von den Teil­neh­mern mit gro­ßem Inter­es­se auf­ge­nom­men. Die Ver­bin­dung des BPiK nach Bay­ern ist eng: So fand die letz­te Mit­glie­der­ver­samm­lung im Novem­ber 2024 eben­falls am kbo Kli­ni­kum Haar statt – ein deut­li­ches Zei­chen für das wach­sen­de Enga­ge­ment und die struk­tu­rel­le Ver­an­ke­rung der Pati­en­ten­für­spra­che über Nord­rhein-West­fa­len hin­aus.

Auch Per­sön­lich­kei­ten, die beim Sym­po­si­um selbst nicht anwe­send sein konn­ten, wur­den aus­drück­lich gewür­digt. Hans-Jür­gen Mahn­kopf, der kurz nach der Grün­dung als 2. Vor­sit­zen­der zum BPiK stieß, hat mit sei­nem kla­ren Blick und sei­ner Stand­fes­tig­keit maß­geb­lich zur struk­tu­rel­len Ent­wick­lung des Ver­ban­des bei­getra­gen. Sei­ne Fähig­keit, unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven zu inte­grie­ren, haben dem Ver­band in der Auf­bau­pha­se Kon­tur und Ori­en­tie­rung gege­ben. Sei­ne Arbeit in der Anfangs­zeit hat die soli­den Grund­la­gen gelegt, auf denen der BPiK heu­te steht.

Auch Bar­ba­ra Men­ze­bach, lang­jäh­ri­ge Pati­en­ten­für­spre­che­rin am Kli­ni­kum Dort­mund und Bei­sit­ze­rin im BPiK-Vor­stand, gehört zum Kreis der Grün­dungs­mit­glie­der. Sie bringt bis heu­te ihre umfang­rei­che Erfah­rung aus der Pra­xis in die Ver­bands­ar­beit ein – beim Sym­po­si­um gab sie einen per­sön­li­chen Ein­blick in ihren Wer­de­gang und die Ent­wick­lung der Pati­en­ten­für­spra­che zwi­schen Anspruch, Ver­trau­en und Mach­bar­keit. Die jüngst erfolg­te Ver­lei­hung des Bun­des­ver­dienst­kreu­zes an Bar­ba­ra Men­ze­bach unter­streicht die gesell­schaft­li­che Aner­ken­nung ihrer Arbeit.

Nicht vor Ort, aber für die Arbeit des Ver­ban­des nicht weni­ger rele­vant: Rei­ner Wal­du­kat, seit drei Jah­ren 2. Vor­sit­zen­der des BPiK, hält als Ansprech­part­ner in der Haupt­stadt die Ver­bin­dung zu wich­ti­gen Akteu­ren. Mit sei­ner Erfah­rung aus der Pati­en­ten­für­spra­che in Ber­lin bringt er eine wich­ti­ge Per­spek­ti­ve in die Ver­bands­ar­beit ein und ver­tritt die Anlie­gen des BPiK dort, wo gesund­heits­po­li­ti­sche Wei­chen gestellt wer­den.

Fach­li­che Impul­se

Zu den Red­ne­rin­nen und Red­nern des Tages zähl­ten Dr. Peter Gaus­mann, als Hono­rar­pro­fes­sor für Pati­en­ten­si­cher­heit und Kli­ni­sches Risi­ko­ma­nage­ment an der Donau-Uni­ver­si­tät Krems und Geschäfts­füh­rer der GRB Gesell­schaft für Risi­ko-Bera­tung einer der füh­ren­den Fach­leu­te für Pati­en­ten­si­cher­heit und kli­ni­sches Risi­ko­ma­nage­ment, sowie Bar­ba­ra Men­ze­bach, ehe­ma­li­ge Pati­en­ten­für­spre­che­rin am Kli­ni­kum Dort­mund und Bei­sit­ze­rin im Vor­stand des BPiK.

Dr. Gaus­mann stell­te in sei­nem Vor­trag ein­drucks­voll dar, wie eng Pati­en­ten­für­spra­che, kli­ni­sches Risi­ko­ma­nage­ment und Pati­en­ten­si­cher­heit mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Er plä­dier­te für eine kon­se­quen­te Ein­bin­dung der Per­spek­ti­ve der Pati­en­ten­für­spre­chen­den in die Sicher­heits­kul­tur von Kran­ken­häu­sern – nicht als zusätz­li­ches Ange­bot, son­dern als sys­te­misch rele­van­te Kom­po­nen­te. Anhand kon­kre­ter Fall­bei­spie­le mach­te er deut­lich, dass Pati­en­ten­für­spre­chen­de nicht nur zur Auf­klä­rung kri­ti­scher Ereig­nis­se bei­tra­gen kön­nen, son­dern vor allem prä­ven­tiv wirk­sam wer­den, wenn sie in Struk­tu­ren und Pro­zes­se inte­griert sind. Bar­ba­ra Men­ze­bach ver­band in ihrem Vor­trag per­sön­li­che Erfah­run­gen mit einem sys­te­mi­schen Blick auf die Chan­cen und Gren­zen der Für­spra­che im Kli­nik­all­tag. Ihre lang­jäh­ri­ge Tätig­keit ermög­lich­te eine authen­ti­sche Innen­an­sicht in die Ent­wick­lung der Rol­le von Pati­en­ten­für­spre­chen­den – zwi­schen Anspruch, Ver­trau­en und Mach­bar­keit.

Einen beson­de­ren Stel­len­wert nahm das Gespräch zwi­schen Det­lef Schliff­ke und Oli­ver Gon­do­latsch ein. Gon­do­latsch, Geschäfts­füh­rer der Diö­ze­san-Arbeits­ge­mein­schaft katho­li­scher Kran­ken­häu­ser und Lei­ter der Abtei­lung Kran­ken­häu­ser beim Diö­ze­san-Cari­tas­ver­band für das Erz­bis­tum Köln, war es, der die Idee zur Grün­dung eines Bun­des­ver­bands für Pati­en­ten­für­spre­chen­de erst­mals for­mu­lier­te und gezielt vor­an­trieb. Als Initia­tor und kon­zep­tio­nel­ler Vor­den­ker leg­te er den Grund­stein für den BPiK – von der ers­ten Idee bis zur tat­säch­li­chen Grün­dung im Jahr 2015 in Ber­lin. Als lang­jäh­ri­ger Vor­sit­zen­der des eben­falls von ihm gegrün­de­ten Bun­des­ver­bands Beschwer­de­ma­nage­ment für Gesund­heits­ein­rich­tun­gen (BBfG) brach­te er nicht nur struk­tu­rel­le Erfah­rung ein, son­dern auch ein tie­fes Ver­ständ­nis für die Ver­bin­dung zwi­schen Pati­en­ten­be­lan­gen und Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung. Sei­ne Impul­se wir­ken bis heu­te nach – nicht zuletzt in der engen Zusam­men­ar­beit zwi­schen BBfG und BPiK. Im gemein­sa­men Rück­blick mit Det­lef Schliff­ke wur­den zen­tra­le Sta­tio­nen die­ser Ent­wick­lung in Erin­ne­rung geru­fen – vom „Esse­ner Modell” über die Zusam­men­ar­beit mit der Deut­schen Gesell­schaft für Kran­ken­haus­hy­gie­ne bis zur Ein­füh­rung des „Award Pati­en­ten­dia­log”. Ein wei­te­rer zen­tra­ler Akteur die­ses Jubi­lä­ums­ta­ges war Hajo Neu, der als Mode­ra­tor durch das Pro­gramm führ­te. Neu war von Beginn an kon­zep­tio­nell wie orga­ni­sa­to­risch eng mit dem Auf­bau des Ver­ban­des ver­bun­den. Seit der Grün­dung im Jahr 2015 ist er eine fes­te Grö­ße im Hin­ter­grund: als Ideen­ge­ber, Stra­te­ge und Mit­ge­stal­ter zahl­rei­cher For­ma­te, Pro­jek­te und Ver­an­stal­tun­gen. Dass das Jubi­lä­ums­sym­po­si­um in die­ser Form und Qua­li­tät statt­fin­den konn­te, ist auch sei­nem lang­jäh­ri­gen Enga­ge­ment zu ver­dan­ken.

Bun­des­wei­te Ent­wick­lung

Auch die Rol­le der Poli­tik und der Fach­ge­sell­schaf­ten wur­de im Rah­men der Ver­an­stal­tung adres­siert. Clau­dia Mid­den­dorf, Beauf­trag­te der Lan­des­re­gie­rung NRW für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten, ist dem BPiK seit sei­ner Grün­dung eng ver­bun­den. Sie beglei­tet den Ver­band unter ande­rem als Mit­glied der Jury des „Award Pati­en­ten­dia­log”.

Die Deut­sche Kran­ken­haus­ge­sell­schaft (DKG), insti­tu­tio­nel­ler Part­ner des BPiK, wur­de beim Sym­po­si­um durch ihren Pres­se­spre­cher Joa­chim Oden­bach ver­tre­ten. Er brach­te die Per­spek­ti­ve der Trä­ger­or­ga­ni­sa­tio­nen ein und beton­te die Not­wen­dig­keit, die Pati­en­ten­für­spra­che auch auf Ebe­ne der Kran­ken­haus­struk­tu­ren wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

Ein ver­läss­li­cher Part­ner im Bereich der Fort- und Wei­ter­bil­dung ist die Kran­ken­haus­ge­sell­schaft Nord­rhein-West­fa­len (KGNW). Ihr Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Blum wur­de für die kon­ti­nu­ier­li­che Unter­stüt­zung der Qua­li­fi­zie­rungs­be­stre­bun­gen des BPiK gewür­digt. Die heu­ti­ge Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve, die gemein­sam mit dem Deut­schen Kran­ken­haus­in­sti­tut durch­ge­führt wird, knüpft inhalt­lich an frü­he­re Initia­ti­ven in Nord­rhein-West­fa­len an – auch hier war die KGNW ein wich­ti­ger Impuls­ge­ber.

Auch Dr. Karl Blum, Geschäfts­füh­rer des Deut­schen Kran­ken­haus­in­sti­tuts, und Prof. Wal­ter Popp, 1. Vize­prä­si­dent der Deut­schen Gesell­schaft für Kran­ken­haus­hy­gie­ne, nah­men am Sym­po­si­um teil.

Wäh­rend das DKI bei der Qua­li­fi­zie­rungs­rei­he eine zen­tra­le Rol­le spielt, steht die Deut­sche Gesell­schaft für Kran­ken­haus­hy­gie­ne (DGKH) für die kon­se­quen­te Ver­an­ke­rung hygie­ne­re­le­van­ter The­men in der Pati­en­ten­für­spra­che. Prof. Dr. Wal­ter Popp, 1. Vize­prä­si­dent der DGKH und lang­jäh­ri­ger Part­ner des BPiK, setzt sich seit vie­len Jah­ren dafür ein, dass Aspek­te wie Infek­ti­ons­prä­ven­ti­on, Trans­pa­renz bei Hygie­ne­stan­dards und der Umgang mit hygie­ni­schen Risi­ken nicht nur fach­lich, son­dern auch aus Sicht der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten gedacht wer­den. Die Zusam­men­ar­beit mit der DGKH stärkt das Bewusst­sein dafür, dass Hygie­ne ein zen­tra­les The­ma der Pati­en­ten­si­cher­heit ist – und damit auch der Für­spra­che­ar­beit in Kli­ni­ken.

Zukunfts­pro­jekt “Pati­ent­Power”

Einen beson­de­ren Blick in die Zukunft der Pati­en­ten­für­spra­che bot die Vor­stel­lung des Pro­jekts “Pati­ent­Power”, das der BPiK im Jahr 2025 gestar­tet hat. Die­ses inno­va­ti­ve Vor­ha­ben zielt dar­auf ab, die Pati­en­ten­per­spek­ti­ve noch wirk­sa­mer in Kli­nik­struk­tu­ren zu ver­an­kern. Beson­ders erfreu­lich war die Anwe­sen­heit von Saskia Golasch vom Insti­tut für Medi­zin­so­zio­lo­gie, Ver­sor­gungs­for­schung und Reha­bi­li­ta­ti­ons­wis­sen­schaft (IMVR), die als Pro­jekt­part­ne­rin maß­geb­lich an der wis­sen­schaft­li­chen Beglei­tung von “Pati­ent­Power” betei­ligt ist. In Koope­ra­ti­on mit der Uni­ver­si­tät Köln, dem Deut­schen Kran­ken­haus­in­sti­tut und dem Bun­des­ver­band Beschwer­de­ma­nage­ment für Gesund­heits­ein­rich­tun­gen (BBfG) ent­wi­ckeln die Pro­jekt­part­ner neue Ansät­ze, um Pati­en­ten­er­fah­run­gen sys­te­ma­tisch zu erfas­sen und in qua­li­täts­ver­bes­sern­de Maß­nah­men zu über­füh­ren. Das Pro­jekt unter­streicht auch den Anspruch des BPiK, nicht nur auf bestehen­de Struk­tu­ren zu reagie­ren, son­dern aktiv die Zukunft pati­en­ten­zen­trier­ter Ver­sor­gung mit­zu­ge­stal­ten.

Aus­blick

Das Sym­po­si­um mach­te deut­lich, dass sich die Pati­en­ten­für­spra­che in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren von einer enga­gier­ten Ein­zel­in­itia­ti­ve zu einem struk­tu­rell aner­kann­ten Bestand­teil der Kran­ken­haus­kul­tur ent­wi­ckelt hat. Mit dem Aus­bau von Schu­lungs­an­ge­bo­ten, dem fach­li­chen Aus­tausch auf Bun­des­ebe­ne und der ver­stärk­ten Koope­ra­ti­on mit Kli­ni­ken und Trä­gern ste­hen die Zei­chen auf Pro­fes­sio­na­li­sie­rung.

Wie bereits in der Pres­se­mit­tei­lung zum Jubi­lä­um betont wur­de, for­dert der BPiK wei­ter­hin ein­heit­li­che bun­des­wei­te Rege­lun­gen für die Pati­en­ten­für­spra­che, ver­bind­li­che Stan­dards für Fort- und Wei­ter­bil­dun­gen sowie fai­re Auf­wands­ent­schä­di­gun­gen für die meist ehren­amt­lich täti­gen Pati­en­ten­für­spre­che­rin­nen und Pati­en­ten­für­spre­cher.

Der BPiK wird die­sen Weg auch in Zukunft mit­ge­stal­ten – im Dia­log mit Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten, mit Poli­tik, Kli­nik­lei­tun­gen und Fach­ge­sell­schaf­ten. Das Jubi­lä­ums­sym­po­si­um hat ein­drucks­voll belegt, wie weit der Ver­band in sei­nen ers­ten zehn Jah­ren gekom­men ist – und wel­ches Poten­zi­al in der orga­ni­sier­ten Pati­en­ten­für­spra­che für die Wei­ter­ent­wick­lung unse­res Gesund­heits­we­sens liegt.

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